Rottweiler

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Entspannt und ausgeglichen bei guter Erziehung: Der Rottweiler

Der Rottweiler stammt wahrscheinlich von den italienischen Mastiffs ab, die wohl schon die Römer bei ihren Eroberungen in Europa begleiteten. Im Mittelalter wurde der Rottweiler als Hirtenhund, Wachhund, Botenhund, Zughund oder als Hund zur Unterstützung polizeiähnlicher Arbeit eingesetzt. Seinen Namen verdankt er der süddeutschen Stadt Rottweiler, in der er vornehmlich gezüchtet wurde. Im 19. Jahrhundert stand die Rasse der Rottweiler kurz vor dem Aussterben. Doch passionierte Züchter aus Stuttagrt bewahrten den Rottweiler Anfang des 20. Jahrhunderts vor diesem Schicksal. Mit der Gründung des Süddeutschen Rottweiler Klubs, der später im Internationalen Rottweiler-Klub aufging, im Jahre 1907, wurden dann auch die ersten Rassestandards gesetzt.

Seither hat sich der Rottweiler zu einem vielseitigen Hund entwickelt, der für verschiedenste Aufgaben herangezogen werden kann: Zur Fährtensuche, als Hütehund, Wachhund, Schutzhund, Blindenhund, Polizeihund oder als Arbeitshund (Ziehen von Karren oder Wagen). Dabei kommen dem Rottweiler seine körperlichen Atrribute zu gute. Der Rottweiler hat einen muskulösen, massiven Körper. Der Kopf ist breit mit einer leicht abgerundeten Stirn. Die Schnauze und die Nase sind breit. Der Rottweiler hat mittelgroße und mandelförmige Augen. Diese sind hin und wieder sind auch einmal blau oder braun. Seine Ohren haben eine dreieckige Form und werden nach vorne getragen. Früher war der Schwanz oft kupiert, wird aber heute lang getragen, denn das kürzen von Ohren und Rute ist in weiten Teilen Europas illegal. Der Rottweiler hat ein schwarzes Fell mit dunkelbraunen Akzenten – häufig an Wangen, Maul, Beine und Pfoten. Das Fell ist kurz und dicht und damit ohne Probleme zu pflegen.

Neben dem Deutschen Rottweiler hat sich inzwischen mit dem amerikanischen Rottweiler ein zweiter Typ dieser Rasse etabliert. Er ist etwas kleiner und schmächtiger als sein europäischer Kollege. Der Amerikanische Rottweiler ist in seiner Züchtung auch mehr als Begleithund denn Arbeitshund ausgelegt.

Temperament des Rottweilers

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Rottweiler: Innen träge – Außen aktiv

Der Rottweiler ist ein kraftvoller, ruhiger, mutiger und gut trainierbarer Hund. Er ist Besitzer und Familie gegenüber loyal und wird sich in bedrohlichen Situationen schüteznd vor sie stellen und sie notfalls auch unter Schmerzen verteidigen. Ernst, ausgeglichen, mutig und selbsbewusst wird der Rottweiler, wenn sie ihm gegenüber eine willensstarke, ruhige, aber konsequente Erziehung an den Tag legen. Dann ist es ein Kinderspiel diesen großen Hund zu kontrollieren.

Der Rottweiler erweist sich beim Training meist als sehr gelehriger Gefährte mit einem natürlichen Schutzinstinkt, der viel Entspannung aber auch Zuverlässigkeit und Temperament offenbart. Er ist sehr intelligent und hat seine Fähigkeiten schon oft genug bei Zoll, Polizei oder Militär nachgewiesen.

Mit dem Training und der Erziehung sollte man beim Rottweiler schon als Welpe beginnen. Dabei braucht er viel Führung und Sozialisation. Ziel sollte es sein, dem Hund zu vermitteln, dass sie der Rudelführer sind. Für einen Hund und auch für den Rottweiler ist es ganz natürlich seinen Platz im Rudel, also der Familie,  zu finden, gemeinsam zu kooperieren und einem einzigen Führer zu gehorchen. Bei der Erziehungen müssen dem Rottweiler klare Regeln aufgezeigt und Hierarchien definiert werden. Der Rottweiler sollte, also wie jeder andere Hund, unter dem Menschen rangieren.

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Aufmerksamer und gelehriger Rottweiler

Wenn die Erziehung erfolgreich ist und der Rottweiler damit eine gute Sozilaisation erfährt, wird er Kindern gegenüber sehr liebevoll sein, Freunde und Verwandte der Familie freudig begrüßen und auch andere Haustiere wie Katzen akzeptieren. Ein Rottweiler kann auch problemlos in einer Wohnung gehalten werden, sind sie doch im Innenbereich eher inaktiv. Dennoch braucht auch der Rottweiler Bewegung. Ein Hof oder ein Garten wären ein guter Anfang. Ausgedehnte Spaziergänge im Wald oder ein wenig laufen fordern sie noch mehr und machen den Rottweiler zu einem zufriedenen Hund.

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