Dobermann

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Dobermann mit spitzen Ohren

Der Dobermann ist ein mittelgroßer Hund mit quadratischem Körperbau. Der Hund ist kompakt und muskulös. Der Dobermann hat einen langen Kopf mit flachem Schädel. Die Farbe der Nase ist abhängig von der Fellfarbe. Die Augen sind mandelförmig und meist braun. Früher hatte der Dobermann nach oben stehende Ohren und einen abgeschnittenen Schwanz. In vielen Ländern Europas, darunter auch Deutschland, ist diese Praxis inzwischen verboten. Deshalb entsprechen die hängenden, dreieckigen Ohren und der lange Schwanz dem Rassestandard des Dobermanns. Der Dobermann hat eine breite Brust und dünne, gerade und recht lange Beine. Das Fell ist sehr kurz und in der Regel schwarz mit braunen Akzenten oder Schattierungen. Das Fell kann aber auch blau-grau, rötlich, beige oder ganz weiß sein.

Dobermann nach Steuereintreiber benannt

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Dobermann mit rötlichem Fell

Der Dobermann hat seinen Ursprung als Rasse in Deutschland. Maßgeblicher Züchter war der Steuereintreiber und Nachtpolizist Friedrich Louis Dobermann aus dem thüringischen Apolda. Nach ihm wurde diese Rasse schließlich auch benannt. In seiner Funktion als Juzstizbeamter und Polizist  benötigte Dobermann einen Gebrauchshund für den Personenschutz. Ende des 19. Jahrhunderts begann er damit u.a. Pinscher, Weimaraner und Vorstehhunde miteiander zu kreuzen. Der Dobermann als Hund wurde schließlich 1876 das erste mal auf einer Hundeshow präsentiert. 1908 wurden schließlich die Rassestandards für den Dobermann festgelegt.

Dieser Hund wird auch heute noch häufig für seine bei der Züchtung ursprünglich gedachten Aufgaben wie  Bewachung, Polizeiarbeit, sowie Rettung oder als Schutzhund eingesetzt. Ein Dobermann ist sehr kühn, energisch und mit großer Kraft ausgestattet. Er lebt am liebsten im Familienverband und ist nicht dazu geeignet nur im Zwinger oder Hinterhof gehalten zu werden. Er benötigt die Führung durch den Menschen und die gegenseitige Interaktion. Der Dobermann ist entschlossen und mutig bei seiner Arbeit, ist aber auch sehr intelligent und anpassungsfähig und damit im Großen und Ganzen leicht zu erziehen. Er ist von Hause aus ein guter Schutz- und Wachhund und braucht auf diesem Gebiet kein zusätzliches Training. Der Dobermann eignet sich aber nicht als Hund für Jedermann. Der Halter sollte eine natürliche Autorität ausstrahlen. Und auch die Familienmitglieder müssen konsequent im Umgang mit dem Dobermann sein. Es sollten Regeln festgelegt und auch eingehalten werden. Beim Dobermann muss man sich hin und wieder auf ein stures und eigenwilliges Verhalten einstellen. Hier ist ein wenig Geduld gefragt. Auch der Dobermann muss wie alle anderen Hunderassen den Menschen als Führungsperson akzeptieren.

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Dobermann mit hängenden Ohren

Wird der Dobermann gut sozialisiert, kann er auch gut mit Kindern und anderen Personen umgehen und wird so zu einem geeigneten Familienhund. Dem Dobermann eilt jedoch der Ruf voraus eine aggressive Rasse zu sein. So gehört er in Brandenburg zu den Listenhunden, für die ein Hundeführerschein zur Haltung benötigt wird. Doch die „Schärfe“ des Dobermann ist nur ein Klischee und abhängig von der Erziehung durch den Menschen. Schlägt diese fehl, kann der Dobermann frustiert sein und fehlerhaftes Sozialverhalten zeigen. Mitunter wird der Dobermann auch als Therapiehund eingesetzt. Hier lässt ich sehr gut erkennen, wie liebevoll und sanftmütig er mit der richtigen Erziehung und gutem Training mit Patienten umgeht. Der Dobermann trachtet nach sehr viel Aufmerksamkeit. Er hat sehr viel Kraft, die er auch abbauen muss. Dazu sind Spaziergänge oder Laufen das beste Mittel, um den Hund zu fordern und seine Energie zu erschhöpfen. Ist der Dobermann genügend ausgelastet, kann er mühelos in einer Wohnung gehalten werden. Besser sind ein angrenzneder Hof oder Garten, in denen er sich zusätzlich bewegen kann. Der Dobermann ist auch sehr kälteempfindlich und sollte deshalb nicht über einen längeren Zeitraum niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden.

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