Deutsche Dogge

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Stattliche Größe – Deutsche Dogge

Unter all den Hunderassen gehört die Deutsche Dogge zu den Riesen. Stehend auf auf den Hinterbeinen, kann die Deutsche Dogge dabei größer sein als ein Mensch. Der Kopf der Deutschen Dogge hat eine rechteckige Grundform mit einer langen Schnauze, die vorne jedoch nicht spitz sondern eher flach erscheint. Die Nase ist meist schwarz, kann aber auch hie und da scheon eimal blau schimmern. Die Ohren setzen weit oben am Kopf an und hängen in einer leicht dreieckigen Form bis kurz über die Wangen. Früher wurden sie kupiert und hoch aufgestellt. Doch diese Praxis ist in weiten Teilen Europas inzwischen verboten. Die Augen haben eine rundliche Form und vermitteln manchmal den fehlerhaften Ausdruck der Traurigkeit. Dies liegt aber daran, dass bisweilen das Fell im Kopfbereich etwas hängend wirkt und somit das Fell um die Augenpartie herum nach unten gezogen wird.

Die Deutsche Dogge hat eine lange, hoch angesetzte Rute. Am Ansatz ist diese dicker und verjüngt sich zum Ende hin. Der eindrucksvolle Körper der Deustchen Dogge wird von einem dichten aber kurzen Fell umgeben, das in mehreren Farbtönen erscheinen kann. Möglich sind die Farben rehbraun, schwarz, bläulich oder getigert – ein weißes Fell mit schwarzen Markierungen. Auch rein weiße Doggen sind möglich, besonders auf dann, wenn sie den Merle-Faktor in sich tragen, der zu einer Aufhellung des Fells führt. Jedoch besteht bei diesen weißen Deutschen Doggen die Gefahr, bereits blind oder taub geboren zu werden. Deshalb ist es in Deutschland verboten zwei Hunde, die den Merle-Faktor in sich tragen, zu verpaaren.

Deutsche Dogge früher an Fürstenhöfen beliebt

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Deutsche Dogge mit weißem Fell

Früher wurde eine Abstammung der Deutschen Doggen von antiken oder frühgeschichtlichen Hundetypen vermutet. Doch dies wird inzwischen stark angezweifelt. Es herrscht eher die Annahme vor, dass die Deutsche Dogge ein Nachfahre von keltischen Hunden ist. Die ersten nachweisbaren Ursprünge gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. In das Gebiet des des damaligen Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation wurden Hundetypen wie Mastiffs oder Wolfshunde eingeführt, deren Kreuzungen die ersten Vorläufer der Deutschen Dogge waren. Daher bezeichnete man diese Hunde zunächst noch als Englische Dogge.

Erst im 19. Jahrhundert setzte sich erstmals die heutige Bezeichnung durch. Die Deutsche Dogge lebte als sehr edel angesehene Rasse an deutschen Fürstenhöfen und wurde bei der Jagd auf Eber, Hirsche oder gar Bären eingesetzt. Mit der Änderung des Jagdverhaltens wurde die Deutsche Dogge beinahe überflüssig und sank in ihrem Bestand. Nur in einigen Regionen Deutschlands war sie noch häufig anzutreffen. Dort führte man sie jedoch unter dem Namen Ulmer Dogge oder Dänische Dogge. Erst gegen Ende des 19. Jahrhundert wurde der erste Rassestandard gesetzt und eine Enigung auf die Bezeichung Deutsche Dogge herbeigeführt.

Deutsche Dogge – Ein sanfter Riese

Die Deutsche Dogge hat eine majestätisch und durch ihre Größe furchteinflößende Statur. Doch die Deutsche Dogge ist ein sanfter Riese. Sie ist charmant, liebevoll und versteht es trotz ihres gewaltigen Körpers liebevoll und geduldig mit Kindern umzugehen. Überhaupt besitzt die Deutsche Dogge eine hohe Reizschwelle. Sie kann so schnell nur wenig aus der Ruhe bringen. Aggression zeigt sie nur in Extremsituationen, wenn die Umstände es für sie erfordern. Die Deutsche Dogge liebt es in der Umgebung von Menschen zu sein. Sie ist zuverlässig, vertrauenswürdig, treu aber auch mutig und gibt daher einen guten Wachhund oder Familienhund ab.

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Leibenswürdig und sanft – Deutsche Dogge

Beginnen Sie mit der Erziehung schon im Welpenalter. In jedem Falle sollte vermieden werden, dass die Deutsche Dogge Menschen anspringt und sich an sie anlehnt. Denn Größe und Gewicht dieser Hunde können dann durchaus Menschen in Bedrängnis bringen. Zeigen Sie ihrem Hund, dass Sie der Ruedelführer sind und er sich im Familienverband einordenen muss. Wenn er seinen Platz gefunden hat und Sie als als Rudelführer akzeptiert, werden Sie keine Probleme im Zusammenleben mit der Deutschen Dogge haben.

Die Deutsche Dogge braucht viel Bewegung. Ein langer Spaziergang am Tage sollte es mindestens sein, um den Bewegungsdrang dieses großen Hundes abzudecken. Wenn die Deutsche Dogge mit genügend Bewegung ausgelastet ist, kann sie durchaus in der Wohnung gehalten werden. Aber ein zusätzlicher Hof oder Garten sollten schon vorhanden sein, um weitere überschüssige Energien der Deustchen Dogge abzubauen.

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