Bernhardiner

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Bernhardiner mit weißer Markierung

Der Bernhardiner ist ein großer Hund mit kräftigen Muskeln. Sein Kopf wirkt dabei massiv. Die Schnauze ist eher kurz gehalten und breiter als lang. Auch die Nase des Bernhardiners ist auffällig breit. Auch die Lefzen können sehr ausgeprägt sein und hängen beim Bernhardiner deutlich über den Unterkiefer herab. Der Bernhardiner hat mittelgroße und in der Regel dunkle Augen, die weit auseinanderstehen und beinahe seitlich am Kopf sitzen. Die Ohren setzen hingegen hoch am Kopf an, haben eine dreieckige Form und fallen ähnlich wie die Lefzen nach unten. Wie der gesamte Körperbau, so sind auch die Beine des Berhardiners recht muskulös. Der Berhardiner hat große Pfoten mit starken Zehen, die ihm einen sicheren Stand verleihen. Der Schwanz ist recht lang und hängt bei entspannter Haltung locker herab. Der Bernhardiner hat entweder langhaariges oder stockhaariges Fell. Beide Fellarten sind beim ihm dicht. Typisch für den Berhardiner ist ein überwiegend weißes Fell mit Markierungen in rotbraun. Ideal sind eine weiße Halskrause und eine eher dunkle Maske.

Bernhardiner als schweizer Nationalsymbol

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Berhardiner mit Faß: Schweizer Nationalsymbol

Der Bernhardiner hat seinen Ursprung in der Schweiz im St.-Bernhard-Kloster am gleichnamigen Berg. Im um die Jahrtausendwende des Mittelalters gegründeten Klosters wurden die Mönche vermutlich ab dem 17. Jahrhundert bei ihrer Arbeit von Hunden unterstützt. Dazu kreuzten Sie mehrere Hunderassen:  Vermutlich Tibet-Doggen mit Sennenhunden. Doch das Ergebnis war noch weit entfernt vom heutigen Aussehen. Die ersten Bernhardiner waren offenbar eher kurzhaarig, kleiner und auch leichter als ihre heutigen Zeitgenossen. Da in den Gebirgshöhen kaum eine nachhaltige Zucht möglich war, wurden immer weider neue Hunde aus dem Tal nachgeholt. Somit veränderte sich auch das Aussehen der Hunde beständig, bis sich die Zucht Anfang des 19. Jahrhunderst stabilisierte.

Der damalige Bernhardiner fand seine Verwendung als Gebrauchshund, bspw. als Wachhund oder Zughund,  vor allem aber als Lawinenhund, bei der Suche nach Vermissten. Berühmtheit erlangte hier der Bernhardiner „Barry“, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts 40 Verschüttete gerettet haben soll. Ab 1887 gibt es für den Bernhardiner einen Rassestandard, der sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter veränderte. Der heutige Bernhardiner ist durch teilweise Überzüchtung größer und leichter als seine Artgenossen aus den früheren Jahrhunderten. Aufgrund seiner Größe ist er kaum noch als Lawinen- oder Gebrauchsshund geeignet. Dennoch bleibt der Bernhardiner ein weltweit bekanntes Markenzeichen für die Schweiz, insbesondere im Zusammenhang mit dem um den Hals getragenen kleinen Rettungsfäßchen.

Bernhardiner – Ein sanfter Riese

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Bernhardiner – Sanfter Riese im Schnee

Bernhardiner sind sehr sanfte und freundliche Hunde. Sie erweisen sich als sehr tolerant gegenüber Kindern. Der Bernhardiner ist im Alltag ein träges Wesen und bewegt sich eher langsam. Aber er ist ein geduldiger, gehorsamer sowie loyaler Hund, der eifrig lernt und immer bereit ist zu helfen. Sozialisieren Sie den Bernhardiner schon ab dem Welpenalter, denn nur dann können Sie sicher sein, auch das beschriebene Idealbild dieses Hundes zu erhalten. Die Intelligenz des Bernhardiners erleichtert das Training und er legt dabei einen großen Lernwillen an den Tag. Lehren Sie ihm in jungen Jahren nicht Menschen anzuspringen. Denn sollte er ausgewachsen sein, kann die schiere Größe und das Gewicht des Bernhardiner auch einen großen Menschen in Bedrängsnis bringen. Unbedingter Gehorsam sollte bei der Erziehung oberste Priorität haben. Denn Widerspenstigkeit und anderes Verhalten kann bei einem Hund dieser Größe und Stärke fatale Folgen haben. Zwar ist der Bernhardiner als Gebrauchs- und Lawinenhund kaum noch geeigent, so gibt er immerhin noch einen guten Familienhund sowie  Wachhund ab. Dabei hilft ihm seine Statur potentielle Eindringlinge abzuschrecken.

Bernhardiner mögen es an der frischen Luft zu sein. Ein langer Spaziergang jeden Tag ist ausreichend, um den Bernhardiner in guter geistiger und körperlichem Zustand zu halten. Den Bewegungsdrang bei den Welpen sollten Sie allerdings gut dosieren, denn ihre Knochen sind in dieser Phase noch nicht richtig ausgebildet. Bis der Bernhardiner das zweite Lebensjahr vollendet hat, legen Sie mit ihm am besten mehrere kurze Wege täglich zurück und gestalten die
Spielzeiten wie Intervalle.

Wenn der Bernhardiner genügend Auslauf erhält, kann er trotz seiner Größe in einer Wohnung gehalten werden. Im Innenbereich sind sie relativ inaktiv. Ein kleiner Hof oder Garten zusätzlich wären ideal.

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