Collie

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Collie in der Fellfarbe „Tricolor“

Der Collie ist ein großer Hund. Er hat eine schlanke Statur, ist aber dennoch recht kräftig. Der Kopf des Collies ist keilförmig mit einer spitz und lang zulaufenden Schnauze.  Der Collie besitzt mandelförmige Augen, die in der Regel eine dunkelbraune Farbe aufweisen. Eine Ausnahme bildet jedoch der Collie mit der Fellfarbe „Blue Merles“. Hier können die Augen die Farbe Blau oder auch eine andere Farbe annehmen. Beim Collie stehen die kleinen und dreieckigen Ohren aufrecht. Dabei klappen die Spitzen leicht nach vorn. Insgesamt übertrifft die Körperlänge die Höhe. Dabei ist der Collie mit einem überdurchschnittlich langen Hals, sowie geraden und kräftigen Beinen ausgestattet. Der Schwanz ist lang und hängt herab.

Den Collie gibt es einmal als Langhaar-Collie und als Kurzhaar-Collie. Die kurzhaarigen Hunde haben ein recht glattes Fell mit einer Haarlänge von gerade einmal 2,5 Zentimetern. Der langhaarige Collie, der wesentlich häufiger vorkommt, zeichnet sich durch ein sehr langes Feld aus und erstreckt sich über den ganzen Körper. Dabei bildet sich um Hals und Brust eine Mähne. Das Deckhaar ist bei diesen Collies recht hart und fällt gerade herab. Die Unterwolle liegt hingegen dicht an und hat einen weichen Charakter. Typische Fellfarben sind bei beiden Collie-Arten zobel-weiß , dreifarbig, (schwarz-weiß mit tan) und „blue-merles“ (graumeliert).

Queen Victoria mit Faible für den Collie

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Collie – Perfekter Hütehund

Die exakte Abstammung der Collies ist nicht bekannt. Forscher vermuten ihren Ursprung in romanischen Hunden, die bei der Eroberung Großbritanniens von den Römern mitgebracht wurden und sich mit mitteleuropäischen Spitzen vermischten. Die Vorläufer der Collies wurden nachgewiesenermaßen bereits im 13. Jahrhundert in Schottland als Hütehunde von Schafsherden eingesetzt. Von diesen erhielten sie auch ihren Namen, denn „Colleys“ waren  nichts anderes als schwarze Schafe. Aus der Bezeichnung der „Colley Dogs“ entwickelte sich dann die Kurzform Collies.

Im 19. Jahrhundert erfreute sich der Collie in der britischen Gesellschaft großer Beliebtheit. Wohl auch, weil Königin Victoria ein Förderer dieser Rasse wurde und Collies an Diplomaten und Mitglieder anderer Königshäudser verschenkte. Die Festlegung des ersten Rassestandards für den Collie erfolgte schließlich im Jahre 1881. Der Collie wurde übrigens auch in andere Länder wie die USA oder Australien „exportiert“. Dort entfernte sich jedoch die Zucht wieder vom festgelegten Standard und wurde zu einem der Stammväter anderer Rassen, wie dem Kelpie oder den Cattle Dogs.

Collie – Ein sanftmütiger Zeitgenosse

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Sanft und bisweilen empfindlich: Der Collie

Der Collie ist ein sehr intelligenter Hund. Dabei weist er sanftmütige Züge aus, neigt aber auch ein wenig zur Empfindlichkeit. Doch der Collie bleibt recht einfach zu trainieren und ist für den Menschen bei guter Erziehung ein treuer Begleiter. In der Regel kommt der Collie gut mit anderen Haustieren und Hunden aus. In ihrem Urinstinkt sind Collies nach wie vor Herdentiere und versuchen gelegentlich den Menschen als Herde zu behandeln. Dies kann aber wieder leicht abtrainiert werden. Dank seines treuen, spielerischen und fügsamen Charakters eignet sich der Collie auch gut als Schutzhund sowie Familienhund und kann deshalb sehr einfühlsam mit Kindern umgehen.

Dem Collie sollten schon früh im Welpenalter regeln vermittelt werden. Dabei ist eine konsequente Erziehung wichtig. Sonst kann der Collie stur und eigenwillig werden. Zeigen Sie bei der Erziehung des Collies Autorität, seien Sie aber nicht zu hart, sondern agieren Sie sanft, sonst wird der Collie seine Mitarbeit verweigern.

Der Collie braucht tägliche Bewegung und damit auch viel Auslauf. Gehen Sie mit ihm auf lange Spaziergänge. Über das ein oder andere Spiel würde sich der Collie sicherlich auch noch freuen. Solange sie dem Collie viel Bewegung geben, kann er auch in der Wohnung gehalten werden. Ein Garten oder Hof als zusätzliches Bewegungsareal wären sicherlich von Vorteil für den Energieabbau des Collies.

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